Hohenberg an der Eger
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An der Grenze bei Schirnding, oberhalb der Eger liegt in der gleichnamigen Kleinstadt die Burg Hohenberg. Früher ein wichtiger, nie eingenommener Grenzposten, dient Sie heute als eine Mehrzweckanstalt.

Die Burg Hohenberg erfüllt gleichzeitig die Rolle eines Schullandheimes, einer Ökologischen Bildungsstätte und dient auch als Jugendherberge.

Ihre wichtigste Funktion erfüllte die Burg jedoch als eine politische Bildungsstätte. Als Anstalt des Sudetendeutschen Bildungs- und Sozialwerks e.V. trägt Sie in erheblichem Maße zur Völkerverständigung bei wie als auch zur Klärung historischer Fragen zwischen Tschechen, Deutschen und auch Polen. Es muß nicht extra erwähnt werden, daß die Lage an der Grenze dafür wie geschaffen ist.

In den Tagen vom 19. bis zum 24. November 2000 fand auf der Burg ein Seminar mit dem Namen "Gemeinsame nationale Vergangenheit – Gemeinsame europäische Zukunft" statt. Teilnehmern kamen aus der sudetendeutsche Erlebnisgeneration, dazu tschechische Schüler und Studenten. In interessanten Vorträgen konnten sich beide Seiten Eindruck verschaffen über die Lage der heiklen und oft komplizierten Beziehungen zwischen den beiden Volksgruppen. Jedoch fand man auch hier zu der Ansicht, daß man in die Zukunft schauen muß, wenn auch nicht dabei die bittere Wahrheit unter den Teppich gekehrt werden soll. Es wurden auch von der sudetendeutschen Seite Stimmen laut, die voll Mißtrauen und Ärger gegenüber den Tschechen waren. Menschen mit bitterer Lebenserfahrung, die von den Tschechen zugefügt wurde, können schwer noch im hohen Alter wieder zueinander finden. Aber einen Versuch ist es wert !

Die Burg veranstaltet vielerlei Seminare, nicht nur Generationentreffen, sondern auch reine Studentenseminare. Durch ihre ideale Lage ist sie ein bedeutender Faktor auf dem Feld der deutsch-tschechischen Beziehungen.

Dafür gehört der Burgbesatzung viel Lob und viel Dank.

Adam Slaby, Akademie der Europäischen Verständigung CR,